Deutschlands Fussballnationaltorhüter Manuel Neuer ist aller Voraussicht nach an der WM dabei – dank Eigenblut. Nach einem dreifachen Mittelfussbruch schlägt gemäss Medienberichten eine Therapie mit Eigenblut so gut an, dass Neuer das deutsche Tor an der Fussballweltmeisterschaft in Russland hüten kann.

Am Anfang war ein Ermüdungsbruch im linken Mittelfuss Ende März 2017. Die folgende Operation mit Einsatz einer kleinen Schraube sollte den Fuss schnell stabilisieren. Nach einer sehr kurzen Spielpause von drei Spielen kam der Keeper wieder zum Einsatz. Bereits beim Champions-League-Viertelfinale am 18. April 2017 brach der Mittelfussknochen jedoch erneut – soweit zu lesen war, an gleicher Stelle. Von einer nochmaligen Operation wurde abgesehen.

Drei Brüche in sechs Monaten

Anfang August 2017 konnte Neuer erstmals wieder eingesetzt werden. Doch bereits nach sechs Wochen folgte Mitte September im Training die dritte Fraktur des Knochens in Folge. Manuel Neuer musste sich erneut einer Operation unterziehen. Nachdem Neuer nicht – wie zuerst erwartet – im Januar 2018 auf den Fussballplatz zurückkehrte, wurde von einer Heilungsphase von sechs Monaten und einem möglichen WM-Ausfall berichtet.

Aktivierung und Steigerung der Wundheilung

Durch den Einsatz von Platelet Rich Plasma (PRP, «Eigenblut») wird nun die Heilungsentwicklung am Knochen des Mittelfusses gesteigert. Ziel ist die schnellere Wiederherstellung eines belastbaren Gewebes der gesamten Fussregion. Bei der Eigenblutmethode wird aus dem Blut des Sportlers ein Konzentrat mit einem hohen Anteil an Gerinnungszellen hergestellt. Dieses Eigenblutkonzentrat kann in die verletzten Gewebe appliziert werden. Anschliessend aktiviert und steigert es die körpereigene Wundheilung. Die hohe Zelldichte im Eigenblut mit den darin enthaltenen Wundheilungsfaktoren beschleunigt und verbessert das Behandlungsergebnis.

Die Eigenblutbehandlung dient nachweislich der Gewebeheilung und ist nicht mit einer Dopingmethode zu verwechseln.