Die Knorpeltransplantation (ACT) war die erste chirurgisch-regenerative Methode, welche vor mehr als 20 Jahren in Schweden durch Peterson und Brittberg entwickelt wurde, um Knorpelverletzungen zu reparieren. Dabei wurden dem Patienten an einer gesunden Knorpelregion im verletzten Knie einige Zellen mittels eines minimalen Eingriffes entnommen und anschliessend im Labor gezüchtet und vermehrt. Nach 4–6 Wochen waren so viele aktiv wachsende Zellen vorhanden, dass diese chirurgisch in die verletzten Gelenke transplantiert werden konnten. Die chirurgische Methode wurde seither immer weiterentwickelt und perfektioniert; ein Prozess, in welchen aktiv aus unserer Gruppe auch Prof. Steinwachs involviert war, der auch heute immer noch Forschung dazu betreibt. Er war massgeblich daran beteiligt, dass die Knorpeltransplantation seit 2017 in den schweizerischen Leistungskatalog der Versicherungen aufgenommen wurde.

Dadurch können wir unseren Patienten heute bei Knorpelverletzungen und Knorpelschäden eine ganze Palette von modernsten chirurgischen Methoden anbieten und wir sind dank unserer hohen Spezialisierung auch befähigt, für sie die bestmöglichen Varianten zu wählen.
Heute werden die Knorpelregenerationsmethoden oft auch kombiniert mit PRP- oder PRGF-Therapien angewendet.

Die verschiedenen Knorpelrekonstruktionen können von den bioaktiven Faktoren aus dem PRP profitieren. PRGF stimuliert in der Schleimhaut des Gelenkes die Produktion von Hyaluronsäure.

 In der Knorpelregeneration hat PRP einen Einfluss auf die Zellmodulation und es aktiviert die mesenchymalen Stammzellen zur Bildung von Knorpelzellen. TGFb und FGF tragen bei zur besseren Homöostase im Knorpel.