Seit wir bei unseren Operationen immer häufiger zusätzlich PRGF/PRP einsetzen, konnten wir als Nebeneffekt erfahren, dass die unmittelbar nach der Operation natürlich vorhandenen Schmerzen deutlich weniger lang auftreten oder massiv weniger stark sind.

Andererseits können wir neuerdings aber auch viele chronifizierte postoperative oder posttraumatische Schmerzen mit verschiedenen regenerativen Behandlungen vermindern, ohne dabei problematische Medikamente einsetzen zu müssen.

Postoperative Beschwerden, die nicht einer ersten Wundreaktion entsprechen und als chronische Schmerzursache und mit Funktionsstörung länger einhergehen, sind eine inzwischen gut etablierte Domäne in unserer Behandlung. Die Kenntnis der Nerven- und Gewebereaktionen infolge der in der Operation notwendigen Gewebeschnitte, Gewebemanipulationen und Wundversorgungen ist dabei eine Grundvoraussetzung zum Verständnis der Schmerzgeneratoren. In der Strategie der Regenerativen Medizin haben wir Behandlungsoptionen, die lokalen nervalen Störungen, lokalen Gewebefaktoren (Matrix-/Bindegewebe), biomechanischen Einflussgrössen und lokal wie auch systemisch regenerativen Zellfunktionen Rechnung tragen. Durch Anwendung dieser komplexen Kenntnisse zu den Symptomursachen und deren Beeinflussbarkeit ist eine Reduktion oder gar auch Überwindung langanhaltender Symptome oftmals erreichbar.